Anglerurlaub Schweiz

Die besten köder für egli, hecht und felchen in schweizer seen und flüssen

Die besten köder für egli, hecht und felchen in schweizer seen und flüssen

Die besten köder für egli, hecht und felchen in schweizer seen und flüssen

Wer in der Schweiz gezielt auf Egli, Hecht und Felchen fischen will, merkt schnell: Der Köder entscheidet oft über Erfolg oder Schneider. Gerade in klaren Seen und teils stark befischten Gewässern reicht „irgendein“ Gummifisch oder ein Standard-Löffel selten aus. In diesem Artikel zeige ich dir die Köder, mit denen ich in Schweizer Seen und Flüssen am konstantesten fange – und vor allem, wie und wann ich sie einsetze.

Was gute Köder in Schweizer Gewässern ausmacht

Schweizer Seen und Flüsse sind meist klar bis sehr klar, haben starken Angeldruck und oft wechselnde Wassertiefen direkt vor dem Ufer. Entsprechend achte ich bei der Köderwahl auf drei Punkte:

Im Folgenden gehe ich Fischart für Fischart durch und nenne konkrete Ködertypen, Farben und Führungsstile, die sich an typischen Schweizer Spots wie Vierwaldstättersee, Zürichsee, Thunersee, Rhein, Aare oder Reuss bewährt haben.

Die besten Köder für Egli (Flussbarsch)

Egli sind in vielen Seen die „Einsteigerfische“ – gleichzeitig aber extrem launisch. In klaren Seen mit viel Kleinfisch kann ein zu greller oder zu grosser Köder alles versauen. Deshalb arbeite ich mit drei Hauptgruppen:

1. Gummiköder am Jig, Dropshot oder Carolina-Rig

Im Zürichsee fische ich z.B. im Sommer oft 5–7 cm Gummiköder am Dropshot, 1–1,5 m über Grund, direkt an Häfen und Stegen. Viele Bisse kommen in der Absinkphase, wenn der Köder ganz leicht zittert. Wenn die Egli sehr passiv sind, wechsle ich auf Pintails ohne Schaufelschwanz und animiere nur mit minimalen Rutenzupfern.

2. Kleine Wobbler (Cranks & Minnows)

Am Vierwaldstättersee habe ich an warmen Sommerabenden oft erlebt, dass Egli kleine Weissfisch-Schwärme im Flachwasser jagen. Ein schlanker Minnow in 5–7 cm, langsam eingekurbelt mit kurzen Stopps, bringt dann regelmässig die besseren Fische – während klassische Gummifische ignoriert werden.

3. Metallköder: Spinjigs und Micro-Jigs

An der Aare nutze ich an windigen Tagen gerne 7–10 g Spinjigs, um tiefe Rinnen abzusuchen. Viele Bisse kommen im freien Fall, wenn der Köder flattert. Wichtig: Nach dem Wurf Bügel sofort schliessen, damit du die Absinkphase kontrollierst und Bisse nicht verpasst.

Die besten Köder für Hecht

Hechte sind in vielen Schweizer Seen der Zielfisch schlechthin. Sie sind aber längst nicht überall „einfach“. Starker Angeldruck, klares Wasser und viel Beutefisch machen sie misstrauisch. Hier lohnt es sich, einige wenige Ködertypen wirklich gut zu beherrschen.

1. Grosse Gummifische (Swimbaits & Shads)

Am Bodensee habe ich im Herbst sehr gute Erfahrungen mit 16–20 cm Shads in Barschdekor gemacht, die ich relativ langsam über 6–10 m tiefen Kanten einkurble. Entscheidend ist ein gleichmässiger Lauf, ohne hektische Zupfer – gerade die grossen Hechte mögen oft die „faule“ Präsentation.

2. Jerkbaits und Hybride

Im Zugersee gab es Tage, an denen klassische Gummifische komplett versagten. Ein kompakter Jerkbait, flach geführt über Kraut, brachte dagegen innert kurzer Zeit mehrere Bisse. Erklären kann man das nicht immer, aber genau deshalb lohnt es sich, mindestens 1–2 Jerkbaits in der Box zu haben.

3. Spinnerbaits und grossere Spinner

Besonders in leicht angetrübten Flussabschnitten nutze ich Spinner mit grossen Blättern. Die Druckwellen helfen dem Hecht, den Köder in der Strömung zu orten. Viele Bisse kommen direkt hinter Strömungskanten, z.B. hinter Buhnen oder grossen Steinen.

Die besten Köder für Felchen

Felchen sind in der Schweiz eine Klasse für sich. Wer sie konsequent befischen will, braucht Geduld, fein abgestimmtes Material und vor allem passende Nymphen und Hegenen. „Zufällige“ Fänge beim Spinnfischen gibt es zwar, aber Werfen auf Felchen ist eher die Ausnahme als die Regel.

1. Felchen-Hegene mit Nymphen

Am Thunersee wechsle ich an schwierigen Tagen mehrfach zwischen unauffälligen schwarzen Nymphen und Modellen mit etwas UV-Flash. Oft beissen die Felchen am besten auf die unauffälligsten Muster – aber sobald Wind aufkommt und etwas Drift in die Schnur kommt, bringen fluoreszierende Köpfe oder bunte Kragen plötzlich mehr Kontakte.

2. Bombarde & Spirolino mit Nymphe

An grossen Seen wie dem Walensee kann man Felchen mit Sbirolino und Nymphe erstaunlich gut im Mittelwasser fangen, wenn man die Tiefe eingependelt hat. Das ist zwar feinfühliger als klassisches Spinnfischen, dafür aber umso spannender, wenn plötzlich ein klarer „Tock“ durch die Rute geht.

3. Kleine Spoons und Micro-Pilker

Das ist eher eine Randmethode, aber ich habe am Zürichsee immer wieder Felchen auf 3–5 g Spoons gefangen, die ich im Mittelwasser zupfend geführt habe. Wer gerne aktiv fischt, kann damit schön variieren – aber auf reine Felchen-Stückzahlen kommt man damit selten.

Jahreszeiten: Welche Köder wann wirklich funktionieren

Die beste Köderbox hilft wenig, wenn du zur falschen Zeit am falschen Ende der Box angelst. Grob orientiere ich mich an diesen Mustern:

Frühling

Sommer

Herbst

Winter

Köderwahl je nach Gewässertyp: See vs. Fluss

Viele Köder funktionieren grundsätzlich überall, aber die Gewichtung ist unterschiedlich. Ich passe meine Box immer an den Gewässertyp an.

In grossen Seen (Zürichsee, Vierwaldstättersee, Thunersee, Bodensee)

In Flüssen (Rhein, Aare, Reuss)

Ein typischer Fehler ist es, in der Strömung zu leichte Köpfe zu fischen. Der Köder treibt dann unkontrolliert, läuft zu hoch und wird von den Fischen einfach ignoriert. Ich wähle lieber eine Stufe schwerer und fische dafür kontrolliert am Grund oder knapp darüber.

Praktische Tipps aus der Praxis – und typische Fehler

Über die Jahre habe ich gemerkt, dass es oft nicht der „Wunderköder“ ist, der entscheidet, sondern das Zusammenspiel aus Köder, Führung, Vorfach und Köderwechsel-Strategie.

1. Weniger ist mehr – aber richtig

2. Köderwechsel mit System

Am Walensee hatte ich einen Tag, an dem die Egli nur auf sehr langsam geführte Gummis in 8–10 m Tiefe reagierten. Viele Angler um mich herum wechselten hektisch von Köder zu Köder, blieben aber zu flach. Ein einziges Detail – die Tiefe – hat über Erfolg oder Misserfolg entschieden.

3. Vorfächer nicht unterschätzen

4. Ködergrösse dem Futterfisch anpassen

Siehst du viele kleine Brut-Fische? Dann runter auf 4–6 cm (Egli) bzw. 10–14 cm (Hecht). Bei grossen Beutefischen (Felchen, stattliche Rotaugen) darf der Köder ruhig deutlich grösser ausfallen. Ein 20+ Hecht hat kein Problem mit einem 25-cm-Bait – der Angler hat meistens mehr „Respekt“ als der Fisch.

Welche Köder ich selbst immer dabeihabe

Zum Abschluss eine kompakte Übersicht, was in meiner Standard-Box für einen typischen Tag an einem Schweizer See immer mit dabei ist:

Wenn du deine Köderbox nach diesen Prinzipien aufbaust und gleichzeitig aufmerksam auf Tiefe, Geschwindigkeit und Wassertrübung achtest, wirst du sehr schnell merken, dass Egli, Hecht und Felchen in unseren Schweizer Seen und Flüssen deutlich berechenbarer werden. Am Ende zählt nicht der exotischste Köder – sondern derjenige, den du im richtigen Moment, in der richtigen Tiefe und mit dem passenden Vertrauen fischst.

Quitter la version mobile