Anglerurlaub Schweiz

Camping und fischen: tipps für stellplätze direkt am wasser in der ganzen schweiz

Camping und fischen: tipps für stellplätze direkt am wasser in der ganzen schweiz

Camping und fischen: tipps für stellplätze direkt am wasser in der ganzen schweiz

Warum Camping und Fischen so gut zusammenpassen

Wer direkt am Wasser campt, fischt anders: entspannter, flexibler und oft deutlich erfolgreicher. Kein Stress mit Anfahrt, kein ständiges Ein- und Auspacken – du lebst praktisch auf deinem Angelplatz. Morgens vor dem Frühstück ein paar Würfe, abends noch eine ruhige Runde am Ufer: genau dafür sind Stellplätze direkt am Wasser ideal.

In der Schweiz gibt es überraschend viele Campingplätze, die Stellplätze mit Wasserzugang oder sogar direkten Uferplätzen anbieten. Die Unterschiede sind allerdings gross: mal ist das Ufer steil, mal flach und kinderfreundlich, mal darfst du direkt vor dem Zelt angeln, mal musst du 200 m laufen. Wer vorher plant, erspart sich vor Ort böse Überraschungen.

In diesem Artikel zeige ich dir, worauf du achten solltest, wie du gute Plätze findest und nenne konkrete Camping-Tipps quer durch die Schweiz – vom Bergsee bis zum grossen Mittellandsee.

Rechtliches: Darf ich direkt vom Campingplatz aus fischen?

Bevor wir über schöne Stellplätze sprechen, ein kurzer Realitätscheck: Nur weil dein Zelt am Wasser steht, heisst das nicht automatisch, dass du direkt davor fischen darfst.

Wichtige Punkte, die du immer abklären solltest:

Mein Tipp: Bevor du buchst, schreib dem Camping ganz konkret:

„Darf man direkt vom Stellplatz bzw. Ufer des Campings aus fischen? Wenn ja, auf welcher Seite / in welchem Bereich?“

Die Antworten sind oft ehrlicher und genauer als die Werbetexte auf der Website.

Welche Stellplätze sind fürs Fischen wirklich geeignet?

„Direkt am Wasser“ klingt schön, kann aber alles bedeuten – von steiler Steinmauer bis zum perfekten Flachufer. Fürs Fischen achte ich auf drei Dinge:

Ich frage bei der Buchung oft nach „ruhigen Plätzen am Rand mit direktem Wasserzugang“ – damit umgehe ich die lautesten Ecken und habe bessere Fischchancen.

Praktische Ausrüstung für Camping & Fischen

Für einen Angel-Campingtrip brauchst du nicht den halben Angelshop. Aber ein paar Dinge machen das Leben am Stellplatz deutlich einfacher:

Ich packe fürs Camping immer ein „Schlechtwetter-Set“ ein: kleines Sortiment an Gummis und Haken, das ich notfalls auch im Vorzelt neu montieren kann, ohne überall Kleinteile zu verlieren.

Regionen und konkrete Campingtipps am Wasser

Die folgenden Beispiele sollen dir einen Überblick geben, welche Typen von Plätzen es gibt und wofür sie sich eignen. Bitte prüfe vor jeder Reise die aktuellen Infos zu Patenten, Reglementen und Öffnungszeiten – diese ändern sich immer wieder.

Grossseen im Mittelland: Viel Fisch, viel Betrieb

Seen wie Thunersee, Vierwaldstättersee, Bielersee oder Neuenburgersee bieten grosse Fischbestände – Felchen, Hecht, Barsch, teils Zander und Seeforelle. Campingplätze liegen oft direkt am Ufer, aber die Nachfrage ist hoch.

Persönliche Erfahrung: Am Thunersee hatte ich auf einem Campingplatz am Rand des Dorfs morgens um 5 Uhr das Ufer komplett für mich. Die Barsche standen direkt an der Kante vorm Platz – kleine 5 cm-Gummis haben damals den Unterschied gemacht. Ab 9 Uhr war der Spot durch Badegäste praktisch „tot“.

Achte bei Grossseen auf:

Alpenseen: Klare Gewässer mit spannendem Fischbestand

Viele Bergseen verfügen über kleinere oder mittelgrosse Campingplätze in Seenähe. Beispiele sind Regionen wie Walensee, Sarnen-/Lungernsee, Brienzersee oder einige Walliser Seen mit Campingangebot.

Was diese Plätze auszeichnet:

Hier erlebe ich oft, dass spontane Entscheidungen belohnt werden: Wenn der Wind umschlägt oder das Licht sich ändert, lohnt es sich, die Köderfarbe oder den Standort zu wechseln, auch wenn das Vorzelt gerade gemütlich wirkt.

Für Bergseen gilt:

Tessin & Südalpen: Camping, Wärme und aktive Fische

Im Tessin findest du entlang von Luganer- und Langensee mehrere Campingplätze direkt am Wasser oder in unmittelbarer Nähe zum Ufer. Der Charakter ist meist mediterraner: viel Sonne, wärmeres Wasser, viel Bootsverkehr im Sommer.

Anglerisch heisst das:

Ich plane im Tessin die Fischerei meist sehr konsequent in zwei Blöcken: Sonnenaufgang bis Frühstück, dann wieder ab spätem Nachmittag. Mittags ist Badezeit – für alle, inklusive der Fische.

Flüsse & Juragewässer: Stellplätze mit Fliesswasser-Feeling

Neben den klassischen Seen sind Stellplätze an Flüssen sehr spannend, etwa an Aare, Rhein oder Reuss, sowie kleineren Juragewässern. Nicht jeder Flussabschnitt bietet offiziellen Camping, aber es gibt immer wieder Plätze mit direktem Zugang zum Fliessgewässer.

Vorteile von Fluss-Stellplätzen:

Worauf du achten musst:

An Fliessgewässern nehme ich fast immer eine etwas längere Rute (3,30–3,90 m) mit, um Posen sauber zu führen und Distanzen besser zu überbrücken.

Wie du gute Stellplätze am Wasser findest

Die Suche nach dem perfekten Angel-Campingplatz ist heute deutlich einfacher als noch vor ein paar Jahren. So gehe ich typischerweise vor:

Wenn ich mehrere Optionen habe, entscheide ich mich fast immer für den Platz, der etwas ruhiger und „unspektakulärer“ wirkt. Für Angler ist das meist die bessere Wahl als der grösste Camping mit Wasserrutsche und Animationsprogramm.

Tipps für den Angelalltag direkt am Stellplatz

Wenn du dein „Wohnzimmer“ so nah am Wasser hast, kannst du deine Fischerei optimal daran anpassen. Einige Punkte, die sich bei mir bewährt haben:

Ein Stellplatz direkt am Wasser ist ein Privileg. Wenn wir Angler uns dort rücksichtsvoll verhalten, bleiben solche Angebote langfristig erhalten – und davon profitieren am Ende alle.

Checkliste: So bist du für Camping & Fischen in der Schweiz gerüstet

Zum Abschluss eine kompakte Checkliste, mit der du deine nächste Tour planen kannst:

Camping und Fischen ergänzen sich hervorragend – vor allem in einem Land wie der Schweiz, wo du von grossen Voralpenseen bis zu kleinen Berggewässern fast alles findest. Mit etwas Planung kannst du Stellplätze nutzen, die dir echte „Tür-auf-und-losfischen“-Erlebnisse ermöglichen, statt nur schöner Aussicht vom Campingstuhl.

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